Curve descent
Der Abstieg der Kurve ist ein abstraktes Projekt über Schwerkraft, Spuren und den langsamen Zusammenbruch von Linien in den Raum. Die Arbeit baut ein Feld auf, in dem Kurven nicht nur die Form beschreiben, sondern sich wie Kräfte verhalten. Bleche Flugbahnen bewegen sich über einen tiefen Boden, sammeln sich, rutschen, biegen sich und fallen in Schichtenströme. Der Titel deutet auf eine Abwärtsbewegung hin, aber der Abstieg ist nicht buchstäblich. Es ist psychologisch und räumlich: ein Übergang von Klarheit in Dichte, von einer einzigen Geste in ein System überlappender Rhythmen.
Das Projekt kann als Zeichnung einer unsichtbaren Bewegung gelesen werden. Linien erscheinen wie Windwege, topographische Konturen, Nervensignale oder Fragmente einer größeren Landschaft, die von innen gesehen wird. Nichts ist geregelt. Die Komposition hält eine suspendierte Spannung zwischen Kartierung und Abstraktion, Kontrolle und Drift. In einem Ausstellungskontext funktioniert Curve descent als eine ruhige, aber immersive Serie: Sie fordert den Betrachter auf, langsamer zu werden, der Bewegung der Linie zu folgen und die Tiefe zwischen den Marken einzugeben.
Für Innenräume, Sammlungen und kunstorientierte Gastfreundschaftsräume bietet das Projekt eine kontemplative visuelle Präsenz. Es ist kein dekoratives Muster, sondern ein Studium von Bewegung, Druck und räumlichem Gedächtnis in abstrakte Wandkunst übersetzt.