Distorted Landscapes I
Verzerrte Landschaften I ist ein abstraktes Landschaftsprojekt über Druck, Erosion und die Instabilität der natürlichen Form. Das Werk zeigt die Landschaft nicht als Landschaft. Stattdessen behandelt sie die Landschaft als ein Kraftfeld: gefaltet, komprimiert, gebrochen und durch Linien- und Tondichte wieder zusammengebaut. Der falsch geschriebene Titel ist als Teil der Projektidentität erhalten geblieben, was auf eine Landschaft hindeutet, die nicht nur optisch verzerrt, sondern auch sprachlich verdrängt ist.
Das Projekt arbeitet in einem monochromen Register, in dem Licht und Schatten zu geologischem Material werden. Formen versammeln sich in Klippen, Wellen, Spalten und mineralisch-ähnlichen Schichten, aber sie setzen sich nie in eine buchstäbliche Darstellung nieder. Der Betrachter befindet sich zwischen Luftdistanz und mikroskopischer Nähe. Die gleiche Oberfläche kann sich wie eine Bergkette, ein Sturmsystem, ein Stofffragment oder ein psychischer Zustand anfühlen.
Als Ausstellungsprojekt, Verzerrte Landschaften, schlage ich Landschaft als Bedingung der Wahrnehmung vor. Es fragt sich, wie weit sich ein Bild von der Natur entfernen kann, während es immer noch die Erinnerung an das Gelände trägt. Für Sammler, Kuratoren und Innenarchitekten bietet das Projekt eine starke zeitgenössische Wandkunstsprache: dunkel, atmosphärisch, kompliziert und räumlich geladen.