Fashion
Mode ist ein digitales Kunstprojekt über den Körper als architektonische Oberfläche. Es behandelt Kleidung, Accessoires, Haut und Ornamente als Teile eines spekulativen Systems. Die Arbeit folgt nicht der Mode wie der saisonalen Styling. Stattdessen stellt sie sich Mode als Transformation vor: Der Körper wird zu einem Ort, an dem skulpturale Strukturen wachsen, wickeln, schützen, enthüllen und Identität ausführen.
Das Projekt bewegt sich zwischen Figur, Objekt und tragbarer Skulptur. Schuhe werden zu Muscheln, Torsos zu Relieffeldern und Kleidung verhält sich wie eine Erweiterung der Anatomie. Metallische und organische Oberflächen deuten auf eine Zukunft hin, in der Mode nicht nur aus Stoffen geschnitten wird, sondern als Form um den Körper herum erzeugt wird. Das Ergebnis ist sowohl verführerisch als auch seltsam: eine visuelle Sprache, in der Schönheit untrennbar mit Mutation, Rüstung und Ausstellung verbunden ist.
In einem Ausstellungskontext kann Mode als spekulatives Archiv möglicher Körper gelesen werden. Es gehört zwischen digitaler Skulptur, Modebild, Kostüm und Sammlerkunst. Für Kuratoren, Modehäuser, Kunstberater und Sammler bietet das Projekt eine Möglichkeit zu diskutieren, wie Identität durch Oberfläche und Silhouette geprägt wird. Es geht nicht nur darum, den Körper zu kleiden; es geht darum, die Grenzen zwischen Körper, Gegenstand und Bild neu zu gestalten.